Die Top 4 nachhaltigen POS-Materialien für mehr Aufmerksamkeit

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VAUDE-Aufsteller aus einer Birken-Multiplexplatte mit formgefrästem Sockel


Wie beurteilen wir POS-Materialien hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit?

Am einfachsten wäre es natürlich, wenn wir sagen könnten „Nutzt dieses Material, denn das ist nachhaltig!“. So einfach ist es jedoch nicht, denn DIE eine perfekte Lösung haben wir zumindest noch nicht gefunden. Welches Material am Point of Sale eingesetzt werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So spielen beispielsweise Kriterien wie der Aufwand für die Verarbeitung des Materials, die Nutzungsdauer und auch die Entsorgung am Ende eine Rolle.

Wir haben deswegen vier – auf den ersten Blick – recht unterschiedliche Materialien ausgesucht, die für bestimmte Zwecke eine nachhaltige Lösung sein können.

Material #1: Sinuswaben

Keine Sorge, dieses Material hat bis auf seinen Namen und die Anordnung des Papieres rein gar nichts mit Mathematik zu tun. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Verlauf der Sinuskurve – so können Sie sich auch den Aufbau dieser Papier-Waben vorstellen. Die wellenartige Linie der Sinuskurve wird aus Papierstreifen immer wieder wiederholt und aneinandergelegt. So entstehen Wabenplatten, die für den Bau von POS-Materialien bestens geeignet sind.

 ©: swap Sachsen

Und was ist daran nachhaltig?

Die Sinuswaben werden vollständig aus Recyclingpapier gefertigt. Die hohe Stabilität kann allein durch die besondere Anordnung der Papierstreifen erreicht werden und es müssen keine weiteren Materialien dazugegeben werden. Reines Papier ist bestens recyclingfähig, da es zwischen neun und 24-mal wiederverwertet werden kann.

Für die Herstellung der Sinuswaben wird Recyclingpapier verwendet, um ein stabiles POS-Material zu schaffen. Nach dem Einsatz als beispielsweise Aufsteller, können Sie das Material im Altpapier entsorgen. Anschließend wird es zu neuem Papier recycelt und der Kreislauf schließt sich.

©: karakt

Nicht nur etwas für die Umwelt, sondern auch für das Auge

Aufsteller aus Sinuswaben können Sie in verschiedenen Varianten verwenden. Bei der kaschierten Version werden die Waben an den Kanten mit einem Material bedeckt, sodass diese nicht mehr sichtbar sind. So bekommen Sie eine cleane Oberfläche. Für ein stimmiges Gesamtkonzept achten Sie darauf, ebenfalls Karton einzusetzen. Häufig wird jedoch Kunststoff verwendet. Dadurch entsteht ein Materialverbund, der nicht recyclingfähig ist.  

Sie können aber ebenso keine Seite kaschieren. Dadurch ist die Struktur der Waben sichtbar und wird zu einem besonderen Hingucker am POS. Für welche Variante Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen!

Material #2: DISPA® Platten

Dieses Material besteht ebenso aus Papier. Der grundlegende Aufbau von DISPA® sind drei bzw. fünf Lagen Papier. In der Mitte der Platten befindet sich ein Papierkern, auf den mehrere Schichten geprägtes Papier aufgebracht werden. Durch den besonderen und patentierten Aufbau sind die DISPA® Platten sowohl längs als auch quer sehr steif und formstabil.

Eine Bearbeitung, zum Beispiel im Sieb- und Digitaldruck, ist mit den Platten problemlos möglich. Mit einer Stärke von gerade einmal 3,8 mm (oder 2,4 mm bei drei Lagen) ist nicht nur der Druck leicht umzusetzen, sondern auch die Verarbeitung (Schneiden, Laserschneiden, Stanzen, etc.) ist kinderleicht.

Aufsteller von BICO® aus einer DISPA® Platte kombiniert mit einem gelaserten Sockel aus Apfelholz. Die Platte kann einfach ausgetauscht und der Holzfuß kann mehrfach für Marketingaktionen verwendet werden.

Das können Sie alles aus DISPA® Platten machen

Die Platten lassen sich vielseitig nutzen, Ihnen sind praktisch keine Grenzen gesetzt! 
Unter anderem können Sie DISPA® einsetzen für:

  • Displays am POS - Die Platten eignen sich hervorragend, um daraus Displays für den Point of Sale herzustellen
  • Schilder - Mit DISPA® Platten lassen sich nachhaltige Schilder produzieren, z. B. für Deckenhänger
  • Messeausstattung - Alles für Ihren Messebedarf und Ihren Werbeauftritt vor Ort, damit zeigen Sie konsequent gelebte Ncahhaltigkeit
  • Kurzfristige Werbeaktionen - Das Material eignet sich bestens für Aufsteller für kurzfristige Werbeaktionen, da es im Nachhinein einfach entsorgt und recycelt werden kann

Sind DISPA® Platten nachhaltig?

Auch sie bestehen zu 100 % aus Papier, einem nachwachsenden Rohstoff. Somit können sie nach ihrem Einsatz einfach im Altpapier entsorgt und dadurch vollständig recycelt werden. Zudem können die Platten in einer hervorragenden Qualität bedruckt werden, z.B. wasserbasierter Siebdruck.

Für die DISPA® Platten empfehlen wir eine kurz- bis mittelfristige Nutzungsdauer. Die Platten können leicht verarbeitet und ebenso entsorgt werden. Obwohl sie für ein Papierprodukt sehr stabil sind, können Sie beispielsweise nicht mit Holz konkurrieren. Deswegen beurteilen wir DISPA® als nachhaltiges Material für nicht so lange Einsatzzwecke.

Material #3: Recycelter Kunststoff

Sie benötigen einen Aufsteller, den Sie möglichst lange verwenden können? Vielleicht soll der Werbeträger auch wetterfest sein. Ein robustes und langlebiges Material ist für diese Anforderungen unabdingbar.

Produkte aus recyceltem Kunststoff eignen sich dafür hervorragend. Wir arbeiten in diesem Bereich mit einem Hersteller zusammen, der Displays zu 100 % aus recycelten Kunststoffen produziert. Alte Einwegflaschen erhalten in Verkaufsdisplays ein neues Leben. Unser Partner recycelt nicht nur Flaschen, sondern auch Kunststoffe aus dem Haushaltsmüll (Post-Consumer) und aus der Industrie (Post-Industrial).

Regaldisplay für Kosmetikprodukte

Kunststoffe vs. Nachhaltigkeit ODER Kunststoffe und Nachhaltigkeit

Kunststoffe werden in unserer Gesellschaft häufig kontrovers diskutiert. Einerseits handelt es sich um einen Rohstoff, der in der Natur großen Schaden anrichten kann, andererseits lässt sich das Material gut recyceln. Achten Sie auf eine ordentliche Trennung und Entsorgung, so kann das Material häufig wiederverwendet werden. Ganz im Sinne einer Kreislaufwirtschaft.

In einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft werden Rohstoffe und Produkte so lange wie möglich wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt, das heißt nach der Nutzung werden sie nicht einfach entsorgt. Die Ressourcen bleiben dadurch in einem Kreislauf und es werden keine bzw. kaum neuen Materialien benötigt.

Unsere Aufsteller, Displays und Co. passen perfekt in dieses System. Sie wurden aus alten Kunststoffprodukten hergestellt. Nach der Nutzung als Werbeträger können Sie direkt an den Hersteller zurückgegeben werden, der den Kunststoff wieder zu Granulat für neue Produkte recycelt. 

Bodendisplay zum Testen

Displays aus recyceltem Kunststoff

Ein Klassiker unter Werbeträgern aus Kunststoff sind Displays. Vor allem in der Kosmetikindustrie wird das Material gerne zur Präsentation der Ware verwendet. Als kleine Thekendisplays in denen Kosmetika gelagert werden oder als auffälliger Bodendisplay mit Testproben – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

Material #4: Holz

Auch Holz zählt zu den Materialien am POS, die bestens für den langfristigen Einsatz geeignet sind. Aber Holz ist nicht gleich Holz – allein in Deutschland gibt es rund 90 verschiedene Baumarten, deren Hölzer unterschiedliche Eigenschaften haben. Für Ihren Werbeträger sollten Sie sich im Voraus überlegen, ob sie eine starke / schwache Maserung und eine helle / dunkle Farbe bevorzugen.

Sie merken schon, von dem einen Material Holz zu sprechen ist schwierig. Arbeiten Sie deshalb mit einem Partner zusammen, der Erfahrung in der Verarbeitung von Holz hat und Sie gut beraten kann.

Produktion eines Aufstellers für VAUDE aus Birken-Multiplexplatten

Wir arbeiten mit unterschiedlichen Holzarten aus Europa. Pappelsperrholz ist beispielsweise eine gute Wahl, wenn Sie den Werbeträger bedrucken möchten. Es hat nur eine geringe Maserung, die im fertigen Druckbild nicht ablenkt. Sie können aber auch bewusst auf eine Holzart mit starker Maserung setzen. Mit dem richtigen Design schaffen Sie am Ende den besonderen Look.

Wie nachhaltig beurteilen wir Holz als POS-Material?

Dafür haben wir die vier Kriterien gewählt, die zur Beantwortung dieser Frage eine Rolle spielen: 

  • Der Rohstoff selbst: Holz ist ein natürliches, nachwachsendes Material
  • Die Verarbeitung: Im Vergleich zu DISPA® Platten oder Sinuswaben ist Holz aufwendiger in der Verarbeitung
  • Die Nutzungsdauer: Werbeträger aus Holz können je nach der Qualität lange genutzt werden
  • Die Entsorgung: (Unbehandeltes) Holz kann auf Recyclinghöfen abgegeben werden

Da der Aufwand für die Verarbeitung verhältnismäßig hoch ist, eignen sich Holz-Aufsteller vor allem den langfristigen Einsatz.

Voll im Trend

Bestimmt haben Sie schon einmal alte Wein- oder Obstkisten am POS gesehen. Die Holzkisten eignen sich hervorragend als Verkaufsaufsteller. Neutrale Kisten können Sie mit einer Lasergravur individualisieren lassen.

Auch die Entsorgung der Obst- bzw. Weinkisten ist kinderleicht. Da diese unter die Kategorie unbehandeltes Altholz fallen, können sie an den meisten Wertstoffhöfen abgegeben werden. Fallen größere Mengen an, können Sie in der Regel bei Ihrem Abfallunternehmen vor Ort einen Container zur Entsorgung anfordern.

Grünkunft - Der plastikfreie Bio-Laden aus Wasserburg am Inn setzt auch auf Weinkisten

Einsatzzwecke

  • Regaldisplays
  • Bodendisplays
  • Thekendisplays
  • Verkaufsaufsteller
  • Regale aus alten Wein- oder Obstkisten

Wie Holz veredelt werden kann

Dafür haben Sie zwei Möglichkeiten: Drucken oder Lasern. Die nachhaltigste Variante ist mit Sicherheit Lasern. Beim Gravieren werden keine Farben aufgetragen, das Holz bleibt somit in seiner rohen Form erhalten.

Allerdings können beim Lasern keine unterschiedlichen Farben erzeugt werden. Soll der Werbeträger dennoch bunt werden, empfehlen wir einen Siebdruck mit wasserbasierten, nachhaltigen Farben. Hierfür gibt es sogar speziell für die Holzverarbeitung entwickelte Farbserien.

Möchten Sie Bilder auf Ihrem Werbeträger abbilden, stößt das Siebdruckverfahren an seine Grenzen. In diesem Falle müssten Sie auf einen UV-Druck ausweichen, der jedoch aufgrund von Fotoinitiatoren (Kunststoffe) im Farbsystem nicht nachhaltig ist.

Ein schlichtes Design auf dem Aufsteller, -Display, etc. macht das Holz zu einem langfristig nutzbaren Werbeträger. So mögen wir nachhaltige Werbung am POS.

Was Sie außerdem noch berücksichtigen sollten, damit Ihr Display auch wirklich nachhaltig ist

Die geplante Verwendungsdauer spielt eine wichtige Rolle. Machen Sie sich bereits im Vorhinein Gedanken, ob der Aufsteller nur für eine bestimmte Aktion oder für einen längeren Zeitraum genutzt werden soll. Abhängig davon können Sie dann die Materialauswahl treffen.

Ebenso ist der Ort, an dem der Werbeträger eingesetzt wird, ausschlaggebend für die Materialwahl. Für den Außeneinsatz empfiehlt sich ein robuster, witterungsbeständiger Werkstoff. Innen können Sie hingegen weniger stabile Materialien verwenden und Ressourcen sparen.

Sie können auch beim Design auf Nachhaltigkeit achten. Machen Sie auf Ihren Werbeträgern Angaben wie Preise, Datum oder Ähnliches, können Sie diese nicht so lange verwenden wie einen neutralen Aufsteller. Und je länger Sie ein Produkt nutzen, desto nachhaltiger ist es!

Mit dem richtigen Ansprechpartner zu nachhaltigen POS-Materialien

Lassen Sie sich von einem kompetenten Partner beraten, der die Branche kennt und Sie bestens bei der Umsetzung Ihrer Vorstellung unterstützen kann. Gerne stehen wir Ihnen in diesem Prozess zur Seite. Unsere jahrelange Erfahrung und unser Anspruch, stets auf dem neusten Stand zu sein, ermöglichen uns eine erstklassige Beratung und Produktion Ihrer POS-Werbeträger.

Vereinbaren Sie ein kostenloses Beratungsgespräch, in dem Sie uns Ihre Wünsche präsentieren.

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