Plastikfreie Kosmetik Verpackungen in fünf Schritten für ein nachhaltiges Auftreten

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Umweltfreundliche und plastikfreie Verpackungen sind voll im Trend. Laut einer aktuellen Umfrage sind 55 % der Befragten daran interessiert, dass eine Verpackung kein Plastik enthält.

Werfen Sie doch mal einen Blick in die Drogeriemarkt-Regale. Dabei wird Ihnen bestimmt auffallen, dass immer mehr Produkte in Papier statt Plastik verpackt oder unnötige Verpackungen komplett entfernt werden.

Drei rosa-farbene Faltschachteln in unterschiedlichen Größen der Marke Beate Johnen Skinlike

Und es sind übrigens nicht nur die Konsumenten, die nachhaltige Verpackungen fordern. Auch von Seiten des Handels werden die Stimmen nach umweltfreundlichen und plastikfreien Verpackungen immer lauter.

So hat beispielsweise einer der größten deutschen Drogeriemärkte eine eigene Unterseite auf seiner Homepage zum Thema umweltfreundliche Verpackungen. Dort steht: „Einige unserer Verpackungshelden reduzieren Verpackungsmaterial, andere bestehen aus recycelten Materialien, wieder andere haben eine höhere Recyclingfähigkeit und im besten Fall kombinieren sie alle Aspekte.“

Höchste Zeit also, dass auch Sie sich Gedanken zu nachhaltigen Verpackungen machen. In diesem Blogbeitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie in fünf Schritten zu Ihrer plastikfreien Verpackung kommen.

Vier verschiedene Faltschachteln aus braunem Kraftpapier ohne Druck, dafür aber mit Sichtfenster mit einer besonderen Kontur.

Zero Waste bei Kosmetikprodukten – Ist das möglich?

Das Prinzip zero waste beruht darauf, dass kein Müll verursacht wird. Streng genommen bedeutet das also, dass Produkte nicht in Einweg-Verpackungen verpackt werden sollen. Dieses Vorgehen passt gut zur Aussage „die nachhaltigste Verpackung ist keine Verpackung“. Allerdings sollten Sie bedenken, dass Verpackungen nicht grundsätzlich schlecht sind.  

Sie übernehmen wichtige Funktionen, zum Beispiel den Schutz des Produktes. Ohne eine schützende Verpackung würden Lebensmittel und Kosmetika schneller verderben und müssten früher entsorgt werden. Der ökologische Fußabdruck eines Produktes (Anbau, Verarbeitung, etc.) ist in der Regel höher als der seiner Verpackung. Wenn folglich der Artikel aufgrund einer fehlenden Verpackung ersetzt werden muss, ist die gesamte Klimabilanz schlechter als mit einem Produktschutz.

Und gerade im Bereich Kosmetik ist zero waste meist gar nicht möglich. Wie sollen Duschgels, Cremes, Deos, etc. im Regal präsentiert werden ohne Verpackung? In diesem Fall können Sie sich merken: So viel Verpackungsmaterial wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Eine aufgeklappte E-Commerce-Versandschachtel aus braunem Kraftpapier. Auf der Innenseite des Deckels sind weiße Textblöcke gedruckt und in der Verpackung liegen unterschiedliche Produkte zum Thema Zero Waste

Bei diesen Kosmetik-Produkten eigenen sich plastikfreie Verpackungen besonders gut

Am einfachsten lassen sich plastikfreie Verpackungen bei festen Produkten umsetzen, also zum Beispiel bei Seifenstücken oder festen Shampoos. Diese können in einer Faltschachtel fest verschlossen werden. Mit einer Banderole oder einem dünnen Einschlagpapier könnte gemäß dem Leitsatz „So viel Verpackungsmaterial wie nötig, aber so wenig wie möglich“ der Materialeinsatz weiter reduziert werden.

Etwas kniffliger wird es bei flüssigen Artikeln. Cremes, Shampoos, Schmink-Equipment und Co. werden in der Regel in Plastikflaschen oder -tuben aufbewahrt. Plastikfreie Alternativen gibt es hierbei nur bedingt, da Glasflaschen häufig zu teuer und im Handling ineffizient sind. Dafür ist eine plastikfreie Sekundärverpackung leicht umsetzbar. Auch hier sind Faltschachteln und Banderolen eine gute Möglichkeit, um nachhaltig zu verpacken.

Zwei E-Commerce-Versandverpackungen: Eine Schachtel ist geschlossen und die andere geöffnet. Die geöffnete Verpackung ist auf der Innenseite dunkelblau bedruckt mit dem weiß / kupfer-farbenen Logo von Augustinus Bader. Zwei Produkte liegen im Inlay.

Produktbeispiele von plastikfreien Verpackungen für Kosmetik

In dieser Übersicht haben wir Ihnen unsere fünf Favoriten der plastikfreien Verpackungen aufgelistet:

  • Faltschachteln: Sie gibt es in allen möglichen Größen und Formen. Die Produktion von individuellen Faltschachteln ist einfach möglich und verhältnismäßig kostengünstig. Für folgende Kosmetikartikel eignen sie sich besonders gut: Seifenstücke, feste Shampoos, feste Cremes, Badekugeln oder als Sekundärverpackung für Tuben und Flaschen.
  • Banderolen: Klassischerweise werden Banderolen nicht als eigene Verpackung gesehen, sondern als dekoratives Extra. Allerdings können Banderolen gerade bei Kosmetik-Produkten auch als eigene Verpackung genutzt werden: Seifen oder Zahnbürsten können darin hervorragend eingeschlagen werden.
Eine braune Banderole aus Kraftpapier für Zahnbürsten mit einem schwarzen und blauen Druck
  • Pappwickeldosen: Die nachhaltige Alternative zu Plastikröhrchen, wie Sie sie bestimmt von Brausetabletten kennen, gibt es in unterschiedlichen Höhen und Durchmessern. Möchten Sie darin lieber Badesalz aufbewahren, eignet sich eine niedrigere und dafür breitere Papierdose. Für Vitamintabletten sind die klassischen hohen Pappdosen besser geeignet.
  • Schiebeschachteln: Auch hier handelt es sich wieder um eine viereckige Verpackung. Anders als eine Faltschachtel besteht die Schiebeschachtel aus zwei Teilen: Einer innenliegenden Schale und einer vollflächig abschließenden, stabilen Banderole. Beim Öffnen der Schachtel wird das innenliegende Produkt präsentiert und in Szene gesetzt. Wir empfehlen diese Verpackung ganz besonders für hochwertige Artikel.
  • NACHHÄLTER® Biosleeve: Eine ganz neue Art von Verpackung, die aus einer Banderole und einer kompostierbaren Cellulose-Folie besteht. Im Bio-Folienbeutel, der bevorzugt aus den Schnittabfällen der Holzwirtschaft hergestellt wird, befindet sich das eigentliche Produkt. Um den Beutel mit Inhalt wird dann eine Banderole gewickelt. Durch die Wickeltechnik wird der Beutel automatisch nahezu luftdicht verschlossen. Diese Verpackung ist für trockene Artikel geeignet, die händisch abgefüllt werden.
Eine Verpackung bestehend aus einer Banderole aus Zuckerrohrpapier und einem Bio-Folienbeutel. In der frontalen Ansicht, sieht man nur die bedruckte Banderole.

Die kleinen Stolperfallen bei nachhaltigen Verpackungen

Erst vor kurzem haben wir einen Anruf eines verzweifelten Druckers bekommen: „Mein Kunde legt großen Wert auf eine nachhaltige und plastikfreie Verpackung. Wir haben eine hochwertige Papiertragetasche entwickelt und nun möchte der Kunde die Tasche veredeln. Am liebsten mit UV-Druck und einer vollflächigen Cellophanierung!“

Vielleicht sind Sie jetzt verwirrt und fragen sich, was das Problem hierbei ist. Sagen wir es mal so: Ein rundum nachhaltiges Produkt zu verkaufen, ist durchaus eine Herausforderung. In unserem Beispiel war das Papier der Tragetasche zu 100 % aus Recyclingfasern, also eine sehr umweltfreundliche Variante. Durch eine Cellophanierung (Aufbringen einer dünnen Kunststofffolie) und einen UV-Druck, wird die Tasche am Ende jedoch nicht mehr recyclingfähig sein.

Es sind die kleinen, aber feinen Dinge, die aus einem augenscheinlich nachhaltigen Produkt am Ende leider „nur“ ein gewöhnliches und nicht zu Ende gedachtes Produkt machen.  

Weiße, unbedruckte Papiertragetasche mir roten Kordeln als Tragegriffe

Königsdisziplin stimmiges, nachhaltiges Gesamtkonzept – Wie setze ich es um?

Nachhaltigkeit ist für Sie mehr als nur ein Marketingargument. Deswegen ist es Ihnen auch wichtig, dass Sie solche Stolperfallen, wie oben beschrieben, vermeiden. Das wird Ihnen vermutlich am besten gelingen, wenn Sie alle Ihre Produktionsschritte hinterfragen. Seien Sie neugierig und horchen Sie Ihre Lieferanten ganz genau aus.

Wenn diese wiederum wirklich nachhaltig handeln, werden auch sie kein Problem damit haben, transparent ihr Vorgehen zu erklären. Und falls sie sich sträuben, müssen Sie selbst beurteilen, ob das für Sie der richtige Partner ist oder vielleicht doch nicht.

Eine Setverpackung aus braunem Kraftpapier mit unterschiedlichen Einsätzen. Die Verpackung ist geöffnet und davor liegen die verschiedenen Einsätze

In fünf Schritten zu Ihrer plastikfreien Kosmetikverpackung

Sie spielen nun oder auch schon länger mit dem Gedanken, eine plastikfreie Verpackung zu verwenden? Dann haben wir hier eine kurze Schritt für Schritt Anleitung für Sie:

  1. Welches Produkt möchten Sie zukünftig plastikfrei verpacken? Gibt es bereits eine Verpackung, die ersetzt werden soll oder ist es ein neuer Artikel?
  2. Wenn die ersten Fragen geklärt sind, haben wir folgende Empfehlung: Suchen Sie sich einen kompetenten Partner, der Sie bei der Verpackungsentwicklung unterstützt.
  3. Gemeinsam können Sie anschließend überlegen, welche Verpackungsarten ohne Plastik sinnvoll sind. Ein erfahrener Verpackungsentwickler weiß genau, worauf es ankommt und kann Ihnen…
  4. … in einem nächsten Schritt Muster Ihrer zukünftigen Verpackung bauen.
  5. Sind Sie mit dem Muster zufrieden, kann direkt mit der Produktion Ihrer plastikfreien Verpackung begonnen werden. Ansonsten können weitere Abstimmungsrunden folgen, bis Sie rundum zufrieden sind.

Gerne stehen wir Ihnen zur Seite und entwickeln gemeinsam mit Ihnen eine plastikfreie Verpackung. Unsere Erfahrung und der Anspruch an uns selbst, so nachhaltig wie möglich zu agieren, ermöglichen uns eine ganzheitliche Beratung und eine durchdachte Produktion.

Vereinbaren Sie ein kostenloses Beratungsgespräch, in dem Sie uns Ihre Wünsche und Vorstellungen präsentieren.

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